Trainingslager 2014

Weisslingen

Strenges Sommer- Taekwondo- Trainingslager von den Schulen Pfäffikon ZH, Turbenthal und Frauenfeld.

Bereits seit 1999, also das vierzehnte Mal in Serie, wurde das Sommertrainingslager der Taekwondo- Schulen durchgeführt. Eine ideale Vorbereitung auf die kommende Schweizermeisterschaft und die Junioren- Europameisterschaft. Es hat sich weit herumgesprochen, dass sich das Trainingslager als hart, cool und wirkungsvoll erweist. Darum meldeten sich viele begeisterte Sportler an.

Kampfkunst als Lebensschule. Die uralte Kampfkunst aus Korea bietet  den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Konzentrations- und Entspannungstechniken. Taekwondo wird wegen seiner Ähnlichkeit zu Karate auch das „fliegende Karate“ genannt. „Tae“ heisst „treten, stossen“, „kwon“ ist „die Faust“, und  „do“ kommt aus dem buddistischen Tao und bedeutet „der geistige Weg“.

„Der Weg ist das Ziel“, so trainierten alle Teilnehmenden vor allem für sich selber. Taekwondo schult den Körper, den Geist und die Seele. Das Bewusstsein steigt im Laufe der Woche. Als Gegenzug wird durch Meditation und Entspannung das Gleichgewicht erhalten.

Mit dem Leitsatz sich eine Woche vor allem mit sich selbst und den Mitmenschen zu beschäftigen, verbrachten die rund 32 Schüler- und Schülerinnen der Taekwondoklassen eine Woche in Weisslingen im Pfadiheim.

Der Tagesablauf bestand darin, dass bereits um 05.00 Uhr Tagwache war, was damit belohnt wurde, dass wunderschöne Sonnenaufgänge miterlebt werden durften. Im Wald konnten Tiere wie Rehe, Fuchs und Kitz beobachtet werden. Nach einer Stunde Frühtraining im Freien schmeckte das Frühstück, das ganz nach dem koreanischen Alltag ausgerichtet war, umso besser.

Die ländlichen Gegenden in Korea ernähren sich vor allem von Reis, Gemüse und bei Festtagen mit Rührei. Fleisch ist eine Rarität und teuer. Milchprodukte sind selten, da die Milchwirtschaft erst „eingeführt“ wird.

Darum ist es gut, dass wir in unseren Breitengraden auf sehr gute Backmütter zählen können, die „grosses“ Erbarmen entwickelten und uns mit Köstlichkeiten versorgten, wie Guetzli, Früchtekuchen und Cakes.

Aus den teilnehmenden Sportlern wurde jeden Tag eine neue Küchenmannschaft zusammengestellt. Die Arbeiten wie Tischdecken, Abwaschen, Aufdecken meisterten die Kleinen wie die Grossen hervorragend. Das Zusammenarbeiten, wie nach geplanten Arbeitsprozessen abräumen und abtrocknen machte sich auf die Anwesenheitszeit in der Küche ausbezahlt. (Wer macht das schon gerne)!

Jeden Morgen, nach dem Frühstück und der Pause wurde von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr in der Turnhalle „Wislig“ nach einem Parcours von Noël Kurzen als eidg. diplomierter Konditions-Trainer trainiert. Das Mittagessen und die Pause umfasste die Zeit bis 14.00 Uhr. Die drei Nachmittagstrainingsstunden endeten meisten um 17.00 Uhr. Nach dem Nachtessen und der stillen Meditation war dann auch meistens (am ersten Abend sicher noch nicht!!) um 21.00 Uhr Nachtruhe.

Am Mittwoch gings am Nachmittag in die Badi Frauenfeld. Während die Kleinen munter plantschten, erholten sich die grossen Athleten im warmen Sprudelbad von den Strapazen.

Als Trainingsziel des Lagers war auch die aufsteigende Gurtprüfung angesagt, welche von allen Anwärtern bestanden wurde.

Taekwondo fördert die Willenskraft und die Ausdauer, im schulischen wie im sportlichen Alltag. Die Kinder spüren dabei, wie wichtig es ist, in einem Team zusammen zu spielen und zusammen zu arbeiten, Kampfsport schliesst Teamwork nicht aus, ganz im Gegenteil, denn man kämpft nicht gegeneinander, sondern miteinander.

Zu einem letzten Abschluss-Training am Freitagabend in der Turnhalle fanden sich auch die Eltern ein. Während einer Stunden legten alle Lagerteilnehmer ihre letzten „Reserven“ frei und versuchten sich von der besten Seite zu zeigen. Erstaunlich, was selbst die Jüngsten schon an Körperbeherrschung und Tatendrang an den Tag legten.

Die Uhrzeiger rückten schon gegen 18:00 Uhr abends, als Noël Kurzen ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer, Eltern und Sponsoren richtete.

Mit dem gemeinsamen Aufräumen der Halle und dem abschliessenden Duschen, galt es Abschied zu nehmen. Für Alle bedeutete das Lagerleben auch ein Loslassen aus der gewohnten häuslichen Umgebung, jedoch mit der Gewissheit um eine Erfahrung reicher zu sein.

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